09.10.1998

Gegen neun trafen wir uns frisch und munter mit den anderen im Marina Cafe, welches zum Furama Hotel gehörte und auch für die kommenden Tage unser Domizil zum Frühstücken sein sollte. Beim Frühstück gab es eine kurze Lagebesprechung, denn die Convention Group musste ja für das Wochenende auschecken und zum Burbank Convention Center fahren. Auf dem Parkplatz bemühten wir uns redlich, die vielen Koffer in den zwei "kleinen" Autos unter zu bringen. Wir haben es sogar ohne viel Zeitaufwand geschafft, keinen Koffer stehen zu lassen. Zusammen Fahren ist in LA fast unmöglich, deshalb sollte jede Crew seine Strecke fahren, und wir würden uns dann im Hotel treffen. Gesagt getan.

Unser lustiger Haufen der aus Nadine, Nadine, Diana und mir bestand, hatte beschlossen nicht den Freeway zu nehmen, sondern durch die Stadt zu fahren. Habt Ihr schon mal vier Weiber auf einem Haufen, in bester Stimmung und der passenden Musik in einem Auto gesehen? Eigentlich achtet in LA niemand besonders auf den Anderen, aber wir sind schon aufgefallen. Eine kleine Irrfahrt durch Burbank durfte natürlich nicht fehlen. Wir drehten eine Ehrenrunden und standen schließlich vor dem Hotel. Beim Einchecken begrüßte uns ein netter Mann. Er konnte gar nicht glauben, dass wir extra aus Deutschland wegen der Convention angereist waren. Neben den Zimmerschlüsseln gab er uns auch eine Telefonnummer, die extra für uns hinterlegt wurde. Die Nummer gehörte Maribel, die im Convention Komitee für die internationalen Gäste verantwortlich war, aber ich kannte sie schon aus unzähligen E-Mails, die wir vor der Convention miteinander ausgetauscht hatten. Maribel kommt aus Emergency Convention 1998Puerto Rico, und man muss sie einfach mögen.

Wir fragten an der Rezeption noch, wo wir die Convention Ticket bekommen könnten, und wir bekamen den Weg zum Convention Center gezeigt. Im letzten Saal des Centers stand die Tür offen, und wir konnten eine Menge Leute in Schlips und Anzug sehen. Die Feuerwehrautos auf den Tischen am Rande des Saales waren ein untrügliches Zeichen, dass diese Veranstaltung mit unserer Emergency! Convention zusammengehören musste. Beim Anblick der Anzüge machte sich bei uns das Gefühl breit, dass wir vielleicht doch ein paar falsche Sachen eingepackt hatten. Da wir nur einen kurzen Blick in den Saal geworfen und niemanden bekanntes entdeckt hatten, beschlossen wir, unsere Zimmer zu suchen und auch zu versuchen, Maribel zu erreichen. Natürlich fanden wir in diesem Riesen Hotel nicht gleich unser Zimmer, und auch als wir an Maribels Zimmertür klopften, machte uns keiner auf. Das fing ja schon wieder alles gut an. Nachdem wir uns noch mal an der Rezeption erkundigt hatten, wo unser Zimmer ist, fanden wir es dann auch. Doch nun waren uns die beiden Nadines abhanden gekommen, denn sie wohnten auf einer anderen Etage und wir hatten in der ganzen Aufregung um unsere falsche Kleidung vergessen, uns nach ihrer Zimmernummer zu erkundigen. Nach einer kurzen Zimmerinspektion entschlossen wir uns, nach unten zu gehen und die Koffer zu

holen, die in unserem Auto waren. Unten angekommen, kam gerade unsere zweite Crew mit dem restlichen Gepäck an und auch unser Doppelpack Nadines tauchte auf.
Manche Dinge klären sich eben doch von selbst. Jeder mit seinem Koffer bepackt wanderte nun in sein Zimmer. Weit kamen wir aber mit dem Auspacken nicht, denn ich war beunruhigt, weil wir unsere Tickets noch nicht hatten, die wir aber brauchten, um zur Veranstaltung am Abend eingelassen zu werden. Also nervte ich Diana, endlich fertig zu werden und das Umziehen auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Anscheinend hatte sie dieselben Gedanken, dann sie folgte mir sofort. Wir beschlossen, noch einmal zum Convention Center zu gehen und uns die Leute im Saal etwas genauer zu betrachten, denn es musste doch einer darunter sein, denn wir kannten. Bilder von den Komiteemitgliedern hatte ich ja schon im Internet gefunden, und wir kannten uns aus vielen E-Mails.

Wir wollten die Anderen von unserem Vorhaben unterrichten, aber wir hatten wieder vergessen uns ihre Zimmernummern geben zu lassen. Also wieder zur Rezeption. Keine Ahnung, was die mittlerweile von uns gedacht haben. Wir versuchten, die Zimmernummer unserer Nadines zu

bekommen, aber da merkten wir das erste Mal, dass wir eben im Hilton waren und nicht in einem normalen Hotel. Die Empfangsdame gab uns nicht die Zimmernummer, sondern verband uns per Telefon mit den Beiden. Wir informierten beide über unser Vorhaben, aber sie zogen es vor, sich weiter in Schale zu werfen. Da sie auch nicht die Zimmernummern der anderen Beiden wussten und wir diese Aktion an der Rezeption nicht noch zweimal durchführen wollten, beschlossen wir, zum Center

zu gehen. Warum sollten auch sechs Mann den Tickets hinterher rennen, wenn das ja meine Aufgabe war. Mittlerweile hatten sich ein paar mehr Leute vor der Eingangstür versammelt, die interessiert verfolgten, was da im Saal vorging. Zu unserer Überraschung erkannten wir Kevin Tighe und Robert Fuller an einem der hinteren Tische. Nun machte sich ein flaues Gefühl im Magen breit. Die Anderen konnten wir aber nicht entdecken. Sollten sie vielleicht doch alle nicht gekommen sein? Plötzlich kam jemand und wollte die Tür schließen. Ich erkannte Rozane und fragte sie nach Maribel. Sie erkannte mich ebenfalls. Sie bat, uns zu warten und schickte alle anderen mit der Erklärung weg, dass dieses Treffen privat sei und nur für Mitglieder des Komitees bestimmt. Warum wir allerdings warten durften, war uns nicht so recht klar. Über Rozane's Schultern erkannten wir, dass Kevin zum Rednerpult ging, um ein paar Worte zu sagen. Nun kam auch Cynthia an die Tür um sie zu schließen. Rozane ging zurück in den Saal, aber nicht ohne uns vorher zu sagen, dass wir unbedingt warten sollten. Also warteten wir. Es dauerte nicht lange, und die Tür ging wieder auf und Maribel begrüßte uns herzlich. Wir fragten sie, wie wir unsere Tickets bekommen könnten, aber sie meinte nur: "Später! ". Im selben Atemzug fragte sie uns, ob wir nicht Randy treffen wollen. Mein flaues Gefühl im Magen verstärkte sich und Diana wurde fast ohnmächtig. Sollte diese Frage wirklich ernst gemeint sein? Maribel bemerkte unsere Unsicherheit, nahm uns einfach an die Hand und führte uns in den Saal. Oje, da waren sie alle, Kevin, Robert, Tim, Marco, Mike, Ron und dann entdeckten wir auch Randy. Maribel fragte uns, ob wir einen Fotoapparat mit hätten. Mit schon, aber der lag fein säuberlich eingepackt im Koffer auf unserem Zimmer. Einfach toll.

Emergency Convention 1998Aber Maribel hatte anscheinend schon eine Lösung gefunden und steuerte mit uns schnurstracks auf Randy zu. Mir ging nur eins durch den Kopf, hoffentlich werde ich ihn verstehen und er vor allem mich oder ging mir überhaupt etwas durch den Kopf? Das ist das Einzige, an das ich mich nicht mehr so recht erinnern kann. Maribel stellte uns vor, und Randy war ehrlich erfreut, uns zu sehen. Er bedankte sich bei mir für die Arbeit, die ich für den Club mache und dass er sehr den Kontakt vermisst. Er war so locker und gutgelaunt, dass ich meiner Nervosität vergaß. Er fragte uns, wie lange wir geflogen sind und dass wir sicher sehr müde seien nach dem langen Flug. Müde, was ist das? Wenn man ihm gegenüber steht, kann man doch nicht müde sein. Maribel bat ihn, mit uns ein Foto machen zu dürfen. Randy stimmte sofort zu und wir hofften nur, dass es auch gut werden würde, denn ob wir diese Gelegenheit noch einmal haben würden, wussten wir nicht. Natürlich machte ich auch ein Bild von Randy und Maribel.Emergency Convention 1998

Wir erzählten ihm, wie wir Maribel kennen gelernt hatten und fragten ihn, ob er sich nicht auch einen Computer zulegen wolle, dann wäre es auch mit dem Kontakt halten einfacher. Aber das wollte er absolut nicht. Na gut, stellt Euch mal vor, er dreht für einen Film oder eine Show und muss sich danach noch mit diesen Dingern herum ärgern. Ein Tipp Randy, es ist mein Beruf de

n Leuten die Geheimnisse eines Computers beizubringen. Aber das nur nebenbei. Lisa gesellte sich zu uns und auch sie wollte ein paar Worte mit Randy wechseln. So mussten wir uns leider schon wieder von ihm trennen. (Ich muss aber sagen, dass er so war, wie ich ihn mir immer vorgestellt habe.) Ich hatte mich so auf Randy konzentriert, dass ich Diana ganz vergessen hatte. Nun fiel mein Blick wieder auf sie und ich bemerkte ihre versteinerten Gesichtszüge. Dieses Mädel war die Aufregung selber.

Ich weiß gar nicht, was nicht an ihr gezittert hat. Auch Maribel bemerkte das und fragte, ob alles in Ordnung sei. Sie versuchte, sie ein Bisschen zu beruhigen, aber da entdeckten sie schon Robert. Ich meinte zu Maribel, dass Diana ihn liebe, aber da verbesserte Diana mich gleich, dass sie ihn mag. Das Mädel war also doch noch unter uns. Maribel stellte uns vor, aber merkwürdiger Weise kam es hier nicht zu einem Foto. Wir fragen uns heute noch wieso, aber es gibt eigentlich keine Antwort darauf. Er sprach kurz mit uns und in der Zwischenzeit hatte Maribel Marco erspäht. Robert wendete sich jemand anderem zu, so hatte Marco unsere volle Aufmerksamkeit. Nachdem er wusste, wer wir sind, nahm er uns zur Begrüßung in die Arme. Er strahlte so viel Ruhe und Wärme aus, dass jede Aufregung verflogen war. Auch Diana war plötzlich ganz ruhig. Marco hatte einen Fan mehr! Auch Marco konnte sich gut an den Club erinnern und bedankte sich für die Arbeit. M Emergency Convention 1998aribel wartete schon mit startbereitem Fotoapparat und schon war das nächste Foto fertig.

Da tauchte Kevin neben uns auf und ehe wir uns versahen, hatte Maribel ihm erklärt, wer wir sind und nach einem Foto gefragt. Wir konnten gar nicht so schnell reagieren, wie Kevin uns in die Arme genommen hatte. Bei seiner sonst so ruhigen und gemächlichen Art, waren wir ziemlich überrascht. Uns ging der Vergleich mit einem großen, süßen Teddybären durch den Kopf, den man einfach mögen muss. Kevin, verzeih uns bitte diesen Vergleich. So schnell wie Kevin aufgetaucht war, war er auch wieder verschwunden.

Maribel hatte aber schon Tim entdeckt. Eigentlich sah Tim fast wie zu Emergency Zeiten aus, nur der Schnurrbart und sein verschmitztes Lächeln fehlten. Tim hörte Maribel gespannt zu und war erstaunt, von woher Fans alles anreisen. Natü Emergency Convention 1998rlich war auch er zu einem Foto bereit.

Mike entdeckten wir unter einigen anderen Gästen, aber zu einem Gespräch mit ihm kam es hier leider nicht mehr. Wir holten kurz Luft, denn das alles hatte uns doch ganz schön überra

scht. Dass wir da wirklich Mitten drin standen, können wir bis heute nicht so recht glauben.

Etwas seitlich des Raumes wurde ein Video gezeigt und da wir jede Minute auskosten wollte, die wir dort sein durften, gingen wir uns das Video ansehen. Es zeigte die schönsten und traurigsten Szenen aus Emergency!, die mit der jeweils passenden Musik unterlegt waren. Es war einfach faszinierend, wie die richtige Musik bestimmte Gesichtsmimik noch verstärken kann. Auch das Video mit Szenen, die beim Dreh daneben gegangen waren oder in denen sich die Schauspieler untereinander einen Streich gespielt hatten, ließen wir uns nicht entgehen. Könnt Ihr Euch noch an die Folge "Strategie ist alles" erinnern? Da gibt es eine Szene in der zwei Polizisten ein Glas mit Schnaps als Beweismittel mit haben. Dr. Brackett möchte es analysieren und nimmt es aus der Tüte. Soweit so gut. Bei den Aufnahmen haben die Jungs sich aber einen Scherz erlaubt und in das Glas eine Spinne gesetzt. Bob war unheimlich erschrocken, als er das Glas aus der Tüte nahm, denn er hasst Spinnen. Am Ende musste er aber doch darüber lachen.

Auch Randy folgte fasziniert beiden Videos. Er hockte vor dem Fernseher und genoss sichtlich jede Szene. An eine Szene können wir uns gut erinnern, weil dort das passierte, was wir in der dann ausgestrahlten Version immer erwartet hatten. Leider kennt diese Folge von Euch noch keiner, denn wir haben sie erst jetzt bekommen und sie ist und wird wahrscheinlich nie im deutschen Fernsehen laufen. Es passiert folgendes: Marco und Roy liegen in einem Krankenzimmer zusammen und Johnny kommt sie im Rollstuhl sitzend besuchen. Er dreht und wendet sich so übermütig damit, dass man jeden Augenblick damit rechnet, dass er umkippt. Und tatsächlich bei den Aufnahmen ist er damit umgefallen. Alles lachte über diese Szene. Auch Randy konnte sich anscheinend noch gut daran erinnern.
Leider gab es diese beiden Videos nicht zu kaufen, was anscheinend ein Fan zum Anlass nahm, eines davon zu stehlen. Das aber nur am Rande, denn es war schlimm genug, dass so etwas dort passiert ist. Fan und Fan sind eben doch ein Unterschied.
Kommen wir aber wieder zurück. Randy vor dem Fernseher hocken zu sehen, war einfach eine Aufnahme wert. Doch wie unser Fotoapparat war auch meine Videokamera im Hotelzimmer geblieben. Aber ich entdeckte, dass Maribel eine mit hatte. Also sollte sie die Szene filmen, aber das traute sie sich nicht. Übermütig von den gerade erlebten Ereignissen nahm ich ihr die Kamera aus der Hand und versuchte die Szenerie einzufangen. Ich weiß nicht, ob etwas daraus geworden ist.

Nachdem Maribel uns auch ihrer Mutter vorgestellt hatte, schwirrte sie geschäftig und völlig aufgeregt davon. Wir blieben noch ein Bisschen vor dem Fernseher stehen und entdeckten etwas an der Seite sitzend Bobby Troup. Wir trauten uns einfach nicht, ihn anzusprechen, sondern betrachteten ihn respektvoll von der Seite. Auch er verfolgte fasziniert das Video.

Das Bankett löste sich langsam auf und wir gingen zurück in unser Zimmer. Wir machten

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uns Gedanken, was die Anderen mit uns machen würden, wenn sie erfahren, was wir gerade erlebt hatten. Aber was hätten wir tun sollen? Auf dem Weg kamen uns dann Zweifel, ob wir noch einmal die Möglichkeit haben würden, mit Randy über unseren weiteren Kontakt zu reden. Also auf dem Absatz kehrt gemacht und zurück in den Saal. Aber bis dahin kamen wir gar nicht. Vor der Tür trafen wir Tangee und sie bat uns, ihr zu folgen. Also war es nichts mit einem weiteren Gespräch. Leider, denn bis zur Autogrammstunde hatten wir auch keine Gelegenheit mehr dazu.

Wir stürmten also Tangee hinterher und zu unserer großen Überraschung wohnte sie gleich im Zimmer neben uns und wir brauchten nur die Verbindungstür zwischen Beiden zu öffnen. In Ihrem Zimmer erwarteten uns Berge von Fanartikeln T-Shirts, Mouse-Pads, Untersetzer, Plakate usw. Hier lernten wir auch Tangee's Zimmergenossin Lisa kennen. Es klopfte an unsere Tür und unsere beiden Nadines standen davor. Etwas zurückhaltend begannen wir, von unseren Erlebnissen zu erzählen. Zu unserem Erstaunen waren sie nicht verärgert, sondern freuten sich mit uns. Ich zeigte Tangee und Lisa unser Clubheft und das Emergency Mix, welches wir für die Schauspieler mitgebracht hatten. Sie waren ehrlich begeistert darüber. Auch an unseren TV Fotos konnten sie sich nicht satt sehen. Sie haben gleich von allem eine Kopie bestellt.
Lisa wollte sich noch schnell Ihr gerade aufgenommenes Video vom Lunch ansehen. Natürlich baten wir sie, dabei sein zu dürfen, denn das hatten wir ja auch nicht miterlebt. Sie stimmte zu und so saßen wir zu sechst gebannt vor der Videokamera. Leider war nach ca. 10 min. der Akku alle, so dass es nichts mit dem Ansehen war. Schade für uns. Beide hatten auch noch Vorbereitungen für den Abend zu treffen und so gingen wir wieder in unser Zimmer. Erst jetzt merkten wir, dass sich ein Hungergefühl bei uns breit machte. Wir studierten die Karte und Diana bestellte ein Menü beim Zimmerkellner. Es dauerte nicht lange und er stand vor der Tür. Der Tisch war für uns vier zu klein, deshalb machten wir es uns auf dem Fußboden bequem und sprachen ausführlich über unsere Erlebnisse. Wir konnten das alles immer noch nicht so recht fassen.

Gestärkt beschlossen wir, nach unten zu gehen und dort abzuwarten, was als nächstes passiert. Natürlich diesmal mit Fotoapparat und Videokamera. Gegen 17.00 Uhr sollte die ersten Veranstaltungen anfangen. Wir suchten zuerst Cynthia, um uns nach unseren Tickets zu erkundigen, aber diese meinte, dass wir das später erledigen würden. Etwas beunruhigt trotteten wir wieder davon und streiften durch die Lobby. Dort fanden wir auch Angelika, die ihre E-Mail Bekannte Tricia gefunden hatte, und Birgit wieder.
Plötzlich rief jemand: "Da sind Ron und Robert". Alle Köpfe drehten sich sofort zum Hoteleingang. Wir entdeckten die Beiden und sahen im gleichen Moment Randy und Kevin nach draußen eilen. Wir konnten gut verstehen, dass sie wEmergency Convention 1998enigsten ein paar Minuten dem Rummel entfliehen wollten.
Da Ron und Robert sich sichtlich unter den Fans wohl fühlten, gesellten wir uns auch dazu. Wir stellten uns alle vor und Angelika bat ihn um ein Foto. Er stimmte bereitwillig zu. Angelika war so vertieft in das Gespräch mit ihm, dass es nicht möglich war, ein scharfes Bild von den Beiden zu schießen. Unsere Fotomaus Diana blieb im Hintergrund und als Ron und Robert wieder verschwanden, hatte sie zwar ein Foto von Angelika und Robert, aber für sich selber nicht. Etwas traurig hoffte sie auf eine weitere Gelegenheit dafür.

Unsere Blicke schweiften durch die Lobby und wir entdeckten Mike. Er sprach gerade mit anderen Fans, aber wir gingen trotzdem zu ihm herüber. Nachdem er das Gespräch beendet hatte, wendete er sich uns zu. Er hörte interessiert unseren Erzählungen über den Club zu und war ganz erstaunt, dass es so etwas gab. Ich erklärte ihm, dass wir eines unsere Clubhefte für ihn mit hatten und fragte, ob er einige Minuten warten könnte, dann würde ich es ihm holen. Mike war einverstanden, und ich verschwand in Windeseile.
Mir kam es wie eine Ewigkeit vor, bis der Fahrstuhl kam. Ein anderer Fan wartete ebenfalls und im Fahrstuhl fragte sie mich, ob ich auch auf der Convention sei. Es stellte sich heraus, dass es Diane war, die ich auch schon aus unzähligen E-Mails kannte. Die Welt ist doch klein. Wir verabredeten uns für später, denn Mike wartete ja auf mich.
Auf unserer Etage angekommen, raste ich über den Flur. Glücklicherweise streikte die Karte, mit der wir unsere Zimmertür öffnen konnten, nicht und ich schnappte mir einige Clubhefte und Ausgaben vom Emergency Mix. Die Tür wieder zu und der Fahrstuhl war auch noch da.
Mike hatte wirklich gewartet und so übergab ich ihm je ein Exemplar der Hefte. Er war echt erstaunt. Ich fragte ihn, wie wir Kontakt mit ihm halten könnten. Er erzählte uns, dass er viel unterwegs sei und deshalb über E-Mail am Emergency Convention 1998besten zu erreichen ist. Er wollte sie uns aufschreiben, aber wo ein Stück Papier finden? Zu so einer Convention muss man wirklich mit einem halben Büro ausgerüstet sein. Irgendwo fanden wir ein Stück und er schrieb uns die Adresse auf. Wir, wie fast immer, gut vorbereitet, überreichten ihm unser Clubvisitenkarte. Natürlich versäumten wir es nicht auch mit ihm ein paar Bilder zu machen. Irgendwie war jede Aufregung verflogen. Die Jungs waren alle so nett, dass man dachte, man würde sie schon ewig kennen und dazu gehören.Emergency Convention 1998

Für Mike gab es aber keine Ruhepause, die nächsten Fans warteten schon auf ihn und wir räumten das Feld. Plötzlich sprach uns ein Fan an, der die ganze Zeit neben uns gestanden hatte und fragte nach dem Club. Wir erklärten ihr alles und sie erzählte, dass sie eine Freundin in Deutschland hätte, die schon lange einen Emergency! Fan Club suche. Da muss man so viele Kilometer fliegen, um Mitglieder in Deutschland zu finden. Ist schon faszinierend.Wieder halfen uns unsere Visitenkarten. Sie sprach sogar ein paar Worte deutsch mit uns.
Es gab aber noch unheimlich viel zu sehen und deshalb marschierten wir weiter. In einigen Räumen waren Ausrüstungen der Feuerwehr aufgebaut, ein Erste Hilfe Dummy wartete auf Rettung und wir staunten, was alles angeboten wurde. Von Babysachen im Feuerwehrluck bis zur zum Feuerwehrmodel war alles vertreten. An einem Tisch drängten sich unheimlich viele Fans, da mussten wir natürlich auch mitmischen. Als wir uns endlich durchgekämpft hatten, entdeckten wir viele Emergency! Fotos. Diana und ich kramten natürlich mit und wir haben auch einige schöne Bilder erstanden. Alle konnten wir leider nicht kaufen, denn auch unsere Kreditkarten haben ein Limit. Stolz auf unsere gerade erstandenen Bilder verließen wir diesen Raum und gingen in den großen Saal. Dort standen Tangee und Lisa und verkauften eifrig ihre Fanartikel. Auch wir stellten uns an und erstanden T-Shirts und das Emergency! Convention Programm Book. Beim Hinausgehen fiel unser Blick auf zwei riesige Torten, die mit dem Emblem der CoEmergency Convention 1998nvention verziert waren. Echt lecker sahen die aus.

Draußen wurden gerade Ron und Marco von Fans umringt. Marco wollte sich anscheinend nur eine Cola holen, als er von den Fans entdeckt wurde. Etwas zurückhaltend näherten wir uns ihm und als er uns freundlich anblickte, sprachen auch wir ihn an. Wir gaben ihm ebenfalls je ein Exemplar der Hefte und er war beeindruckt. Diana und mich kannte er noch von der Nachmittagsveranstaltung und auch die Anderen stellten sich ihm vor. Wieder die obligatorischen Fotos. Ich möchte nicht wissen, wie oft sich die Schauspieler schon an diesem Tag haben ablichten lassen müssen. Aber Marco ertrug alles mit einer freundlichen Ruhe, die zu bewundern war. Wir verabschiedeten uns und begrüßten kurz Ron. Er fühlte sich sichtlich wohl im Bad der Menge. Auch er war zu einem Foto bereit. Jetzt fiel uns auch endlich ein, dass man sich ja hätte ein Autogramm geben lassen können. Aber die Schauspieler hatten nichts dabei und wir nur unsere kurz vorher erstandenen Convention Programm Bücher. Ich ließ wenigstens Ron darin unterschreiben.

Jetzt gönnten wir uns eine kurze Verschnaufpause und setzt uns in die Lobby. Auch Cynthia konnte uns so besser finden, wenn sie uns wegen der Tickets suchte. Wir beobachteten interessiert das gesamte Geschehen. Bis jetzt war uns noch gar nicht aufgefallen, wie viele Fans sich hier eigentlich tummelten. Wir tippten so auf ein paar hundert. Echt erstaunlich und wir mitten drin. Tangee kann zu uns und bat uns an einen großen Tisch direkt vor der Bühne Platz zu nehmen. Wir besorgten uns noch schnell etwas zu essen und zu trinken und setzten uns. Kurze Zeit später startete das Programm. Tangee begrüßte alle herzlich und vergaß auch uns nicht zu erwähnen. Die amerikanischen Fans waren begeistert und begrüßten uns mit einem Applaus. Am liebsten wären wir unter dem Tisch verschwunden. Ein Mädel, welches schon einige Zeit mit an unserem Tisch saß, fragte mich nach meinem Namen. Schon wieder hatte ich einen meiner E-Mail Partner gefunden. Janine ist die gute Seele, die uns die noch fehlenden Emergency Videos geschickt hat. Tangee suchte nun Freiwillige für ein Rollenspiel. Es sollten zwei Szenen aus Emergency nachgespielt werden. Sie hatte keine Probleme, jemanden zu finden. Wir hielten uns dEmergency Convention 1998a aber lieber raus. In der Zeit, in der die Rollen einstudiert wurden, gab es ein kleines Emergency! Quiz. Schade, dass wir hier nicht mitmachen konnten, denn leider waren uns die Originalfolgen nicht alle so vertraut wie den Amerikanern und dann verstanden wir auch nur die Hälfte. Aber lustig war es trotzdem. Nach dem Quiz wurde die große Torte feierlich angeschnitten und auch Mike und Marco gesellten sich zu den Fans. In einer kleinen Ecke des Raumes wurde auch Marcos Kochbuch angeboten. Man konnte es sofort kaufen und signieren lassen.

Nun war das Rollenspiel dran. Die erste Szene, die nachgestellt wurde, war die, als Johnny versuchte ein Drehbuch für eine Show zu schreiben und von Chet beraten wird. Ich brauche Euch wohl nicht zu erzählen, was passiert, wenn die Beiden etwas ausklügeln. Leider kennen nur die unter Euch diese Szene, die auch die englischen Videos gesehen haben. Dann folgte die nächste Szene. Könnt Ihr Euch an die Szene erinnern, in der Johnny einer Frau den Schlankheitsgürtel aufschneiden musste, weil sie keine Luft mehr bekam? Wir haben gelegen vor lachen. Vor allem die Darsteller waren "gut" gewählt. Johnny wurde von einem etwas kräftigeren Fan dargestellt und Roy von einem ziemlich Schlanken. Auch die Dame hatte einige Pfunde weniger. Ein echt guter Einfall dieses Rollenspiel. Mittlerweile hatte Marco Platz genommen und blätterte in unserem Magazin. Dabei schüttelte er schmunzelnd den Kopf, warum wussten wir nicht, wir hoffte aber, dass es zu unseren Gunsten war. Zwischendurch warf er immer mal wieder lustige Antworten in die Menge. Man musste diesen Mann einfach mögen.

Nun folgte eine Rubrik beim Wissensquiz mit dem Titel: "Mike speaks".

Mike selber hat sich darüber auch köstlich amüsiert. Verrückter Weise gab es tatsächlich Fans, die wussten, wann Mike die bestimmten Sätze gesagt hatte, auch wenn die zeitweilig nur aus drei Worten bestanden. Bei diesem Anlass sahen wir auch zum ersten Mal Mikes Frau. Langsam wurden wir unruhig, da Cynthia uns immer noch nicht unsere Tickets gebracht hatte. Ich ging noch einmal nach oben um ein neues Akku für die Videokamera zu holen und wie der Teufel so will, kam gerade in dieser Zeit Cynthia wegen der Tickets an unseren Tisch. Sie versprach den anderen, in der Nähe zu bleiben und so kamen wir endlich zu unseren Tickets, ohne die wir die nächsten zwei Tage an keiner Veranstaltung hätten teilnehmen können. Das Programm war gegen 21.00 Uhr zu Ende und wir schleppten uns mehr oder weniger zum Fahrstuhl. Wir waren wirklich geschafft, aber das merkten wir erst jetzt. Nadine erzählte uns auf dem Weg nach oben, dass sie in der Zeit, als Diana und ich die Tickets holten, auch eine Frage gestellt bekommen hatte, aber auch gleichzeitig die Antwort zugeflüstert bekam. Die deutschen Fans wussten also auch etwas. Oben angekommen, verabschiedeten wir uns und fielen nach einer Dusche ins Bett. Einschlafen konnten wir sofort, waren aber bereits um drei wieder munter.

 
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